17.10.2017: DTM-Finale Hockenheim: Stimmen Audi
Audi sicherte sich beim Finale in Hockenheim alle drei DTM-Titel. Die Stimmen aus der siegreichen Audi-Mannschaft nach einer spektakulären und erfolgreichen DTM-Saison 2017.
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Dieter Gass (Audi-Motorsportchef)
„Was für ein Finale! Die vielen Zuschauer, die bei diesem fantastischen Herbstwetter nach Hockenheim gekommen sind, dürften das nicht bereut haben. Beide Rennen waren spektakulär, und die Titelentscheidung hätte knapper nicht sein können. Dass mit René (Rast) am Ende ein Rookie den Titel geholt hat – das erste Mal überhaupt in der ‚neuen‘ DTM –, ist eine unglaubliche Geschichte. René hat eine Wahnsinns-Saison gezeigt und ist im entscheidenden Moment ein Hammerrennen gefahren. Er hat überhaupt nichts anbrennen lassen und den Titel verdient geholt. Unser großes Ziel war der Fahrertitel, den haben wir bereits am Samstag klargemacht. Dass im letzten Rennen dann noch vier Piloten aller drei Audi-Teams um den Titel kämpfen konnten, war fantastisch. Wir hatten erneut ein sehr gutes Auto, das vor allem eine starke Renn-Performance hatte. Das hat es uns ermöglicht, erstmals seit 2004 wieder alle drei DTM-Titel im selben Jahr zu holen. Mein Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben: unserer Mannschaft in Neuburg, Ingolstadt und Neckarsulm, unseren Teams und Fahrern und last but not least unseren Zulieferern und Partnern. Die DTM hat in diesem Jahr eine starke Kurve nach oben gezeigt. Deshalb freuen wir uns schon sehr auf die Titelverteidigung in der nächsten Saison.“

René Rast (AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM #33) Platz 6 / Platz 2
„Grandioses Jahr, grandioser letzter Tag. Ich hatte die ganze Saison einen riesigen Spaß. Danke an Audi, danke an Rosberg und danke an alle, die mir auf dem Weg zum Titel geholfen haben. Wir hatten Höhen, aber auch Tiefen. Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir nie aufgehört haben, hart für den Erfolg zu arbeiten. Dass wir es am Ende geschafft haben, ist einfach unbeschreiblich.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5) Platz 11 / Platz 8
„Natürlich war das große Ziel der dritte Titel. Am Ende haben nur wenige, aber eben doch die entscheidenden Punkte gefehlt. Unsere Qualifying-Leistung war an diesem Wochenende einfach nicht gut genug – das war der Schlüssel. Dann habe ich auch noch eine Strafe bekommen – das war der Killer. Prinzipiell war es eine gute Saison. Ich war vor allem mit meiner Renn-Performance zufrieden. Im Qualifying war ich aber nicht gut genug.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Platz 1 / Platz 5
„Die Saison war nicht nur für mich ein Auf und Ab. Dass sechs Fahrer mit Titelchancen zum Finale gereist sind, zeigt, wie unberechenbar die DTM in diesem Jahr war. Mal abgesehen von den Problemen, die mich hier und dort eingebremst haben, war es ein wahres Vergnügen, mit einem so starken Auto wie dem Audi RS 5 DTM zu fahren. So ein Auto kann sich jeder Rennfahrer nur wünschen. Vier Fahrer an der Tabellenspitze zu haben, die Marken- und die Teamwertung zu gewinnen – mehr kann man wirklich nicht erreichen. Danke auch an das Team Rosberg für den Mega-Job, den die Jungs abgeliefert haben.“

Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99) Platz 2 / Platz 3
„Das Team und ich wollten aus dem Loch, in dem wir im vergangenen Jahr waren, herauskommen. Das haben wir geschafft. Was die Rennen angeht, waren wir sehr gut dabei. Ich habe einmal gewonnen und war ein paarmal auf dem Podium. Dass es am Ende nicht ganz nach vorn gereicht hat, lag an den nicht ganz so guten Qualifying-Ergebnissen. Da haben Rosberg und René (Rast) einfach super gearbeitet und am Ende verdient den Titel geholt.“

Nico Müller (Playboy Audi RS 5 DTM #51) Platz 12 / Platz 11
„Platz zwölf in der Gesamtwertung ist nicht das, was man sich wünscht. Gerade am Anfang des Jahres haben wir einige Fehler gemacht, die uns schnell aus dem Titelrennen geworfen haben. Immerhin konnten wir noch ein paar Highlights setzen, insbesondere mein Doppelpodium in Spielberg. Darauf können wir fürs nächste Jahr aufbauen. Ich bedanke mich bei meinem Team, das immer hart für den Erfolg gearbeitet hat. Zu René (Rast) muss man nicht viele Worte verlieren: Als Rookie den Titel zu gewinnen ist unglaublich, da kann ich nur den Hut ziehen. Er und das Team Rosberg haben einen fulminanten Job gemacht.“

Loïc Duval (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #77) Platz 18 / Platz 15
„Ich wusste, dass es als Neuling nicht einfach werden würde in einer so stark besetzten Serie wie der DTM. Aber so, wie es gelaufen ist, hatte ich mir das sicher nicht vorgestellt. Immerhin: Die Leistungskurve zeigte tendenziell aufwärts. Die Rennen in Moskau und Spielberg waren recht ordentlich. Höhepunkt war natürlich mein zweiter Platz in Zandvoort. Hier in Hockenheim lief es hingegen überhaupt nicht. Aber so ist das in der DTM, das haben mir einige Fahrer bestätigt. Mal fährt man hinterher, und plötzlich mischt man wieder vorn mit. Man darf nur nie aufhören, alles für den Erfolg zu geben. Mein Teamkollege Rocky ist dafür das beste Beispiel. Von daher blicke ich zuversichtlich aufs nächste Jahr.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg)
„Spätestens nach seinem starken Gastspiel im vergangenen Jahr in Zandvoort war René (Rast) mein absoluter Wunschpilot, und er passt wirklich wie die Faust aufs Auge in unser Team. Er und Jamie (Green) haben sich perfekt ergänzt. Es war immer mein Wunsch, zwei gleich schnelle Fahrer im Team zu haben, dieses Jahr hatten wir sie. Dass beide aber im letzten Rennen um den Titel kämpfen würden, hätte ich mir allerdings nicht erträumt. Es war nervlich und emotional ein brutales Wochenende in Hockenheim. Für Jamie ist es extrem hart, dass es in diesem Jahr wieder ganz knapp nicht geklappt hat. Sein Ausfall kurz vor dem Sieg in Spielberg war der wohl schwärzeste Tag meiner Laufbahn als Teamchef. Und hier in Hockenheim wurde ihm diese unglückliche Strafversetzung in der Startaufstellung aufgebrummt. Trotzdem ist er vom Ende des Feldes noch Fünfter geworden. Es ist unfassbar, welches Pech dieser Kerl ertragen muss. Aber ich denke, jeder hat in diesem Jahr einmal mehr gesehen, was für ein fantastischer Rennfahrer er ist, und es gibt wohl kaum jemanden, der nicht auch ihm den Titel gegönnt hätte. Aber es kann eben nur einer Meister werden, und das ist in diesem Jahr verdientermaßen René geworden. Ganz tiefer Hutzieher vor ihm. Aber auch vor Audi für ein großartiges Auto und die viele Unterstützung. Ich freue mich auch wahnsinnig über den Teamtitel. Der ist für meine Jungs, ich bin saustolz auf sie.“

Thomas Biermaier (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline)
„Glückwunsch an René Rast und das Team Rosberg, die in diesem Jahr speziell im Qualifying extrem stark waren. Glückwunsch auch an Audi zum ersten DTM-Triple seit 2004. Der Audi RS 5 DTM war in dieser Saison das stärkste Auto, deshalb hat Audi verdient alle drei Titel gewonnen. Für uns war es ein enttäuschendes Wochenende. Wir haben an den beiden Tagen nur vier Punkte geholt. Wir waren hier einfach nicht schnell genug und werden analysieren, woran es gelegen hat. Im vergangenen Jahr haben uns mit Edo (Mortara) vier Punkte zum Titel gefehlt, jetzt mit Eki drei. Das tut sehr weh und ist für die Mannschaft, die das ganze Jahr über tolle Arbeit geleistet hat, sehr hart. Es war trotzdem eine tolle DTM-Saison und ein unheimlich spannendes Finale. Wir freuen uns schon auf 2018. Wir sind Kämpfer und werden stärker zurückkommen!“

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix)
„Wie stark der Audi RS 5 DTM in diesem Jahr war, hat man besonders in den letzten Rennen gesehen, als alle Autos mit gleichem Gewicht gefahren sind. Es macht natürlich Spaß, mit einem solch schnellen Auto zu arbeiten. Dafür ein großes Dankeschön an Audi. Die DTM hat den Fans viele tolle Rennen geboten. Und die vollen Tribünen beim Finale in Hockenheim haben schon Lust aufs nächste Jahr gemacht. Phoenix hat mit Rocky (Mike Rockenfeller) wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Er ist eine tolle Saison gefahren. Bei Loïc (Duval) lief es bis auf den Podiumserfolg in Zandvoort nicht so wie erhofft. Die Ursache dafür müssen wir jetzt herausfinden. Glückwunsch und ein Riesenkompliment an das Team Rosberg und die beiden Fahrer für einen wahrlich meisterlichen Auftritt.“



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