19.09.2017: ADAC GT Masters-Showdown in Hockenheim
Die Spannung steigt: Am kommenden Wochenende (22.-24. September) trägt das ADAC GT Masters in Hockenheim das große Saisonfinale aus. Noch sechs Fahrer haben beim siebten Saisonlauf Chancen, den Titel zu gewinnen. Als Tabellenführer kommt Corvette-Pilot Jules Gounon (22/F, Callaway Competition) nach Baden, 20 Punkte weniger hat der Tabellenzweite, BMW-Pilot Philipp Eng (27/A, BMW Team Schnitzer) auf seinem Konto. Mit den Vorjahreschampions Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie Kelvin van der Linde (21/ZA, Aust Motorsport) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, BWT Mücke Motorsport) haben zudem Piloten von Audi und Mercedes-AMG noch Außenseiterchancen.
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Aufgrund eines schwebenden Berufungsverfahrens sind die Punktestände vorläufig. Die beiden Rennen werden am Samstag und am Sonntag (jeweils ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac zu sehen.

Auch in der elften Saison des ADAC GT Masters fällt die Titelentscheidung erst am Finalwochenende. Die diesjährige Konstellation verspricht wieder viel Dramatik. Tabellenführer Jules Gounon hat mit insgesamt 129 Punkten einen Vorsprung von 20 Zählern auf Verfolger Philipp Eng. Obwohl er zuletzt auf dem Sachsenring mit nur zwei Zählern und einem Ausfall sein schwächstes Wochenende der Saison erlebt hat, bleibt Gounon, der sich die Corvette C7 wieder mit Daniel Keilwitz (28/Villingen) teilt, optimistisch für seinen ersten Titelgewinn im ADAC GT Masters. "Ich hatte zwar zuletzt kein gutes Wochenende, führe aber weiterhin die Gesamtwertung an", so der Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Jean-Marc Gounon. "Das ist die Hauptsache. Im vergangenen Jahr hatte ich vor dem Finale nur zwei Punkte Vorsprung und habe den Titel noch verloren. Diesmal ist mein Punktevorsprung deutlich größer." Gounon führt zudem die Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahre an. Hier hat der Franzose 36 Punkte Vorsprung auf Mercedes-AMG-Pilot Luca Stolz (22/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) und 42 auf Audi-Fahrer Jeffrey Schmidt (23/CH, Montaplast by Land-Motorsport).
 
Auch der Gesamtzweite Philipp Eng macht sich Hoffnungen auf den Titel. Beim vorletzten Saisonlauf am vergangenen Wochenende auf dem Sachsenring machte der BMW-Pilot bereits 18 Punkte auf Gounon gut. Diesen Schwung will der Österreicher, der sich den BMW M6 GT3 mit Nick Catsburg (29/NL) teilt, mit nach Hockenheim nehmen. "Meine Chancen sind bei 50 noch zu vergebenen Punkten voll intakt", so Eng. "Wir haben am Sachsenring gezeigt, dass man viele Punkte aufholen kann. Das ganze BMW Team Schnitzer hat toll gearbeitet und keine Fehler gemacht. Alles hat gepasst und dies wollen wir in Hockenheim wiederholen."
 
Die letztjährigen Champions Connor De Phillippi und Christopher Mies haben einen Rückstand von 33 Punkten auf Gounon. Die Titelverteidigung aufgeben wollen die Audi-Piloten jedoch nicht. "Auch wenn die Strecke unserem Audi nicht hundertprozentig liegt, die Chancen auf die Meisterschaft sind da. Deswegen wollen wir in Hockenheim angreifen", so Mies. Außenseiterchancen auf den Titel haben außerdem Audi-Markenkollege Kelvin van der Linde und Mercedes-AMG-Pilot Sebastian Asch. Sie liegen 34 respektive 35 Punkte hinter dem Spitzenreiter.
 
Spannend wird in Hockenheim auch die Entscheidung in der Team-Wertung. Vor den beiden Finalrennen führt Callaway Competition mit 140 Punkten vor Titelverteidiger Montaplast by Land-Motorsport (131) und BWT Mücke Motorsport (125).
 
Zwar nicht mehr im Titelkampf, aber mit guten Chancen auf Rennsiege sind die Porsche-Fahrer. 2016 triumphierten die GT3-Sportwagen aus Weissach in beiden Rennen. "Wir wollen auf jeden Fall noch einmal ein Highlight setzen", so Porsche-Pilot Robert Renauer (32/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport), der zusammen mit Martin Ragginger 2016 das Sonntagsrennen im badischen Motodrom gewonnen hatte. "Ich habe mit Sven Müller auch in diesem Jahr einen schnellen Partner, doch leider hatten wir seit unserem Sieg auf dem Lausitzring im Mai nur wenig Glück. Daher wollen wir jetzt noch mal zeigen, was möglich ist. Ich denke, wir haben gute Chancen, wieder vorn mitzukämpfen."
 
Renauer weiß, worauf es auf der 4,574 Kilometer langen Strecke ankommt: "Hockenheim ist eine Strecke, die das Material sehr beansprucht. Es gibt lange Vollgaspassagen und mehrere Stellen, an denen man aus hoher Geschwindigkeit abbremsen muss. Die Motoren und Bremsen werden daher sehr gefordert. Der Kurs bietet gute Überholmöglichkeiten, vor allem die Spitzkehre, Turn 2 und vor der Mercedes-Tribüne. Die Rennen in Hockenheim waren immer spannend, und ich rechne damit, dass es diesmal auch wieder so sein wird."
 



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