04.09.2016: WEC Mexiko: Stimmen Audi Sport
Die Stimmen im Team von Audi nach dem fünften Podiumsergebnis der Saison beim Debüt der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Mexiko.
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Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Wir hätten heute die Performance gehabt, das Rennen zu gewinnen. Leider haben beide Autos Probleme bekommen und konnten ihre Leistungsfähigkeit nicht umsetzen. Das ist besonders enttäuschend, wenn man sieht, dass wir lange Zeit die schnellsten Autos im Feld hatten. In einer so hart umkämpften Rennserie gewinnt nur der, der die beste Leistung mit perfekter Zuverlässigkeit kombiniert.“

Stefan Dreyer (Leiter LMP): „Glückwunsch an die beiden Fahrer unserer Nummer 7 zum zweiten Platz. Sehr gerne hätten wir noch ein bisschen mehr erreicht. Wir hatten heute das schnellste Auto, also hätten wir auch gerne den Sieg eingefahren. Beide Audi R18 waren leistungsstark, aber nicht zuverlässig genug. Jetzt analysieren wir gründlich die Probleme, um in zwei Wochen in Austin besser zu sein.“

Ralf Jüttner (Teamchef Audi Sport Team Joest): „Die Nummer 8 war am Anfang perfekt unterwegs und hat das Tempo vorgegeben. Auch mit unserer Reifenwahl haben wir richtig gelegen. Leider traten dann technische Probleme auf und es reichte nur noch für Platz fünf in der Markenwertung. Die Nummer 7 musste früh zum ersten Boxenstopp und verlor dabei Zeit, denn alle anderen Gegner stoppten später unter Full Course Yellow. Dafür hat André Lotterer sehr viel Zeit auf Intermediate-Reifen zurückgewonnen, als die anderen auf Regenreifen unterwegs waren. André hätte eine Siegchance gehabt, wenn nicht noch zum Schluss ein Bremsproblem aufgetaucht wäre.“

Marcel Fässler (Audi R18 #7): „Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Rennen. Einerseits war unser Tempo gut genug für den Sieg in Mexiko. Andererseits haben uns verschiedene Fehler immer wieder zurückgeworfen. Spitze war die Leistung von André im Regen auf den Intermediate-Reifen.“

André Lotterer (Audi R18 #7): „Mexiko war ein ereignisreiches Rennen – leider! Der Start war gut. Dann ließen die Reifen deutlich nach und wir haben uns für einen vorgezogenen Boxenstopp entschieden. Das kostete uns viel Zeit, weil die anderen Teams später in einer Full-Course-Yellow-Phase stoppen konnten. Doch im Regen ging es plötzlich wieder deutlich vorwärts. Ich kam immer näher an den führenden Porsche heran, als sich ein Problem mit unserem elektronischen Bremssystem ergab. Platz zwei fühlt sich nicht so schön an, wenn man weiß, dass ein Sieg grundsätzlich möglich gewesen wäre.“

Lucas di Grassi (Audi R18 #8): „Nach der Pole-Position begann unser Rennen sehr vielversprechend. Ich habe am Anfang geführt, doch dann traten technische Defekte auf. Mit einem grundsätzlich starken Auto hätten wir gerne ein gutes Ergebnis eingefahren. Das wäre für die Meisterschaft wichtig gewesen. So aber war das Wochenende eine verpasste Gelegenheit.“

Loïc Duval (Audi R18 #8): „Heute ist leider die denkbar schlechteste Situation für unsere Meisterschaft eingetreten: Wir haben im Rennen keinen Punkt in der Fahrerwertung gesammelt. Am Anfang hatten wir tolle Kämpfe mit Porsche. Auch die Reifenwahl im Regen war klasse, doch dann kamen die Rückschläge. Jetzt müssen wir das Beste aus den verbleibenden Rennen machen.“

Oliver Jarvis (Audi R18 #8): „Wir waren sehr gut unterwegs, als ich merkte, dass das Auto sich komisch anfühlt. Mein Ingenieur warnte mich und sagte, ich sollte vorsichtig bremsen. Leider hatte ich keine Chance mehr und rutschte in einen Reifenstapel. Das Endergebnis ist schade für uns und alle Teammitglieder, die so gut gearbeitet haben, denn auch die Strategie war perfekt. Wir hätten heute einen Schritt nach vorn machen können in der Meisterschaft, aber das ist uns leider nicht gelungen.“



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