26.07.2016: Gute Teamleistung von Audi beim Heimspiel
Audi startete von Platz eins und zwei in die 6 Stunden am Nürburgring. Im spannenden Führungskampf beim vierten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC lagen die beiden Audi R18 zunächst abwechselnd vorn. Am Ende erreichte das Audi Sport Team Joest die Plätze zwei und drei – eine Gelbphase hatte die Mannschaft in der dritten Rennstunde um die Chance auf den zweiten Saisonsieg gebracht.
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58.000 Zuschauer verfolgten eines der spannendsten WEC-Rennen der Saison 2016. Nachdem Ski-Olympiasiegerin und Audi-Gast Maria Höfl-Riesch die Grüne Flagge beim Start geschwenkt hatte, setzte sich Marcel Fässler (CH) im Audi R18 Nummer 7 an die Spitze. Nach dem ersten Fahrerwechsel war Oliver Jarvis (GB) an der Reihe: Der Brite lag in der zweiten Rennstunde in einem engen Führungskampf knapp vor dem Schwesterauto. In der dritten Rennstunde aber schlug das Schicksal zu: Beide Audi hatten gerade ihren dritten Boxenstopp bereits hinter sich, als es nach einem Unfall zu einer Gelbphase kam. Aufgrund des größeren Tankvolumens konnte Porsche später zum Stopp kommen und verschaffte sich während der Gelbphase einen großen Vorsprung. Nach der Gelbphase lag Lucas di Grassi (BR) 24 Sekunden hinter dem Führenden, Marcel Fässler fehlten 29 Sekunden.

„Wir hatten die besseren Rundenzeiten, doch die Gelbphase hat uns leider zurückgeworfen. Was wir danach auf der Strecke gesehen haben, war ganz großer Sport“, erklärte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. Es gelang beiden Fahrermannschaften, sich wieder nach vorn zu kämpfen. Di Grassi und seine Teamkollegen Loïc Duval (F) und Oliver Jarvis verbesserten sich im Zweikampf mit dem Porsche Nummer 2 bis auf den zweiten Platz und konnten damit den Abstand in der Fahrer-Weltmeisterschaft um sechs Punkte verkürzen. André Lotterer (D) lieferte sich im Audi R18 in der letzten Rennstunde ebenfalls ein spektakuläres Kopf-an-Kopf-Rennen mit Neel Jani und ließ den Schweizer im Kampf um das Podium hinter sich. Marcel Fässler unterstrich mit der schnellsten Rennrunde die Stärke des R18 an diesem Wochenende.

„Glückwunsch an unsere Fahrermannschaften und das gesamte Team, die nie aufgegeben haben, auch wenn die Abstände teilweise groß waren“, so Dr. Ullrich. Stefan Dreyer, Leiter LMP von Audi Sport, ergänzte: „Einmal mehr hat die FIA WEC in Deutschland beste Werbung für den Langstrecken-Rennsport gemacht und der Zuspruch der Fans war auch bei der zweiten Auflage des Rennens super. Wir waren heute siegfähig. Die Mannschaften vor Ort, in Neuburg und Neckarsulm habe tolle Arbeit geleistet.“ Die FIA WEC ist inzwischen fest in Deutschland verwurzelt und kehrt im kommenden Jahr vom 14. bis 16. Juli an den Nürburgring zurück.

Nach einer Pause im August steht am 3. September der fünfte von neun Läufen zur FIA WEC im Programm. Die Audi-Piloten freuen sich bereits auf die Premiere der Rennserie in Mexiko-Stadt, wo der Motorsport auf ein enthusiastisches Publikum trifft.

Ergebnis Rennen
1. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 194 Runden
2. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) + 53,787 Sek.
3. Fässler/Lotterer (Audi R18) + 54,483 Sek.
4. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) + 1.37,324 Min.
5. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) –1 Rd.
6. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) –4 Rd.
7. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) –16 Rd.
8. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine) –16 Rd.
9. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) –16 Rd.
10. Cumming/Dalziel/Derani (Ligier-Nissan) – 18 Rd.

Stimmen Audi Sport
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Die zweite Jahreshälfte hat für uns sehr gut begonnen. Unser neues Auto hat großes Potenzial. Zuerst die Pole-Position, dann immer ganz vorn dabei im Rennen und auch die schnellste Rennrunde – das war klasse. Der Sieg war greifbar nahe. Platz zwei und drei sind ein gutes Zeichen, dass mit uns zu rechnen ist. Das ist die Basis für unseren Kampf um die Meisterschaft in den nächsten fünf Rennen.“

Stefan Dreyer (Leiter LMP): „Das Rennen war super für die Zuschauer. Zwei Audi-Fahrerteams auf dem Podium sind ein gutes Ergebnis. Unser großes Unglück war die Full-Course-Yellow-Phase zur Rennmitte. Aber wir haben gesehen, wie schnell unser Auto sein kann. Die Mannschaften hier an der Rennstrecke, in Neuburg und Neckarsulm waren einfach vorbildlich. Jetzt analysieren wir das ganze Rennen gründlich und freuen uns auf Mexiko.“

Ralf Jüttner (Teamchef Audi Sport Team Joest): „Wenn man auf den Plätzen eins und zwei startet, will man nicht als Zweiter und Dritter ankommen. Aber es war ein gutes Teamergebnis, was uns in der Meisterschaft weiterhilft. Danke an alle Mitarbeiter für die harte Arbeit. Im Rennen liefen beide Autos tadellos. Es steckt noch Potenzial im Audi R18, was wir für den Rest der Saison brauchen. Wir müssen noch ein bisschen an unseren Boxenstopps arbeiten und an der Konstanz des Autos über sechs Rennstunden.“

Lucas di Grassi (Audi R18 #8): „Wir können mit unserem zweiten Platz zufrieden sein. Wir haben keine Fehler gemacht und sind immer am Limit gefahren. Wenn man in der ersten Startreihe steht, will man natürlich gewinnen. Aber heute fehlte uns das nötige Quäntchen Glück. Deshalb sind Platz zwei und drei für unser Team in Ordnung.“

Loïc Duval (Audi R18 #8): „Positiv ist, dass wir offenbar für die zweite Saisonhälfte gut vorbereitet und schnell sind. Unser Rennen war gut, es fehlte nur ein bisschen Rennglück. Meine Teamkollegen Olly und Lucas waren schnell. Leider haben wir im Lauf des Rennens ein bisschen aerodynamischen Abtrieb verloren. Unser Ziel war es, vor dem Porsche Nummer 2 zu bleiben. Wir haben uns gut verteidigt. Porsche hatte einfach Glück auf dem Weg zum Sieg.“

Oliver Jarvis (Audi R18 #8): „Der zweite Platz nach einem fantastischen Rennen fühlt sich fast ein bisschen wie ein Sieg an. Das ganze Team hat sich ein gutes Ergebnis verdient. Am Anfang waren wir richtig schnell, zum Schluss waren unsere Rundenzeiten ein bisschen schlechter. Wir haben uns nach Le Mans jetzt wieder stark gezeigt und wichtige Punkte gesammelt. Das wird noch eine interessante Saison.“

Marcel Fässler (Audi R18 #7): „Der Rennbeginn hat viel Spaß gemacht und lief super. Wir haben geführt, aber dann hat sich die Aerodynamik am Auto vorn etwas verschlechtert. Wir haben deshalb die Nase gewechselt und André konnte wieder angreifen. Sein Kampf mit Neel Jani war vielleicht das Beste, was die Fans in diesem Jahr geboten bekommen haben. Es ist schön, dass wir nach Le Mans wieder gut waren. Wir nehmen den Pokal gerne mit, wollen aber beim nächsten Mal noch besser sein.“

André Lotterer (Audi R18 #7): „Mein Teamkollege Marcel hat das Rennen toll begonnen. Wir haben uns zu zweit abgewechselt, und zum Schluss war es noch einmal richtig spannend. Das waren schöne Positionskämpfe. Auch als Team haben wir heute gut zusammengearbeitet, was für Audi Sport sehr wichtig ist. Jetzt freue ich mich schon auf Mexiko. Hoffentlich ist Benoît Tréluyer bis dahin wieder fit, damit wir zu dritt angreifen können.“



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